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Der Filmemacher Paweł Pawlikowski erzählt in überragenden Kinobildern die große deutsche Familiengeschichte der „Manns“ im Tumult der Nachkriegszeit. Dabei überblendet er mit zarter Unerbittlichkeit den Nullpunkt der deutschen Geschichte mit dem Finale einer Familiensaga. Eine intensive filmische Erfahrung, getragen von einem überragenden Ensemble, neben Hanns Zischler, Sandra Hüller u.a. auch mit August Diehl, Devid Striesow, Fritzi Haberlandt, Milan Peschel und Joachim Meyerhoff.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter (Sandra Hüller), die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika, auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern – von Frankfurt in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar. Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Zwischen euphorischen Wagner-Erben und literarisch versierten Generälen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller hofiert und manchmal auch beschimpft, während das Drama seiner eigenen Familie leise eskaliert. Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkehrt, aus dem er einst ins Exil geflohen war. Eine Reise in die verwundete deutsche Seele, die heilen soll – sie wird für Erika und den Zauberer, wie seine Kinder Thomas Mann oft nannten, zu einer Reise ins Innerste.

Für Sandra Hüller geht es darum, sich angesichts von Widrigkeiten zu behaupten und an seinen eigenen Gedanken und Ideen festzuhalten: „In dem Film geht es darum, eine Haltung gegenüber der Welt einzunehmen und wie man diese bewahrt und sich nicht von persönlichem Leid unterkriegen lässt. Wir leben in einer Zeit, in der nichts mehr wirklich wichtig zu sein scheint, und in der das Mindset, das wir bei Thomas und Erika sehen, offenbar verschwunden ist. Ich denke, der Film erinnert uns daran, dass es tatsächlich möglich ist, Rückgrat zu zeigen.“

Donnerstag, 15. Oktober 2026
19:30 Uhr

FSK: 0

Länge: 82 Minuten

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