“Stiller“ ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Max Frisch.
Die filmische Adaption entführt das Publikum in eine psychologisch dichte und spannungsvolle Erzählung über Identität und Wahrheit. Im Mittelpunkt steht ein Amerikaner, der in der Schweiz fälschlicherweise für den vor Jahren verschwundenen Bildhauer Anatol Stiller gehalten wird, der in eine politische Affäre verwickelt war. Obwohl er seine Identität energisch bestreitet, wird seine angebliche Frau Julika hinzugezogen, um Klarheit zu schaffen. Die Konfrontation legt tief verborgene Geheimnisse und die komplexe Dynamik der früheren Ehe offen.
In der zentralen und komplexen Rolle des Mannes, der sich vehement gegen seine zugeschriebene Identität wehrt und sich James Larkin White nennt, brilliert Albrecht Schuch. Schuch gilt als einer der wichtigsten Charakterdarsteller des deutschsprachigen Films und ist bekannt für seine intensiven Rollen, unter anderem in Filmen wie Systemsprenger und Berlin Alexanderplatz. An Schuchs Seite glänzt Paula Beer in der Rolle der Julika Stiller-Tschudy, der Ehefrau des verschwundenen Anatol Stiller. Julika, eine ehemalige Tänzerin, wird beauftragt, den Verhafteten zu identifizieren. Sie ist die tragische Figur, die ihren Mann in einem festen Bild gefangen hält – ein zentrales Thema von Frischs Roman. Julikas widersprüchliche Gefühle zwischen Ablehnung, Erinnerung und dem Wunsch nach Wahrheit machen ihre Rolle zur emotionalen Achse des Films.
FSK: 12
Länge: 99 Minuten


