Lange Geschichte kurz erzählt

Im Saal des "Gasthof unter den Linden" wurden bereits ab 1927/28 Lichtspiele vorgeführt. Das Kino war ursprünglich im Saal (später Lindenhof) eingerichtet worden, auch das Cafe Hartmann befand sich dort im Vorderhaus. Das Lichtspielhaus "Unter den Linden" bespielte den Saal bis 1954 als Kino. Dann folgte der Saalumbau und wurde am 1. September 1954 als "Linden-Lichtspiele" eingeweiht. 1967 gründete sich der Kulturring Bargteheide e.V. und bespielte die Bühne in der Hauptsache mit Tournee- und Gastspielaufführungen bis Mitte 2017.

Am 16. Februar 1980 entstand mit dem Anbau des Bühnenhauses aus einem Provisorium ein "richtiges" Theater und bekam am 3. Juli 1980 den Namen "Kleines Theater".

1992 übernahm Kirsten Martensen das Haus und betrieb bis zu ihrem plötzlichen Ableben im Jahr 2013 sowohl das Kino, als auch das Theater und die Gastronomie. Sie gründete wahrscheinlich Deutschlands erstes Oldie-Kabarett, in dem auch ihre Eltern mitspielten. Und  sie initiierte im Jahr 1980 die Theaterschule für Kinder und Jugendliche (heute Theaterwerkstatt Bargteheide e.V., hier inszeniert u.a. Kirstens Tochter Caroline Dibbern).

Kirsten Martensen inszenierte jährlich mehrere Stücke, höchst professionelle Märchenaufführungen, aber auch sehr anspruchsvolle klassische Aufführungen wie z.B. Ghetto, Linie 1, der Gelbe Vogel und andere. Beide Theatergruppen - Oldies und Theaterschule - existieren noch heute und erfreuen sich in Bargteheide großer Beliebtheit.
Nach Kirstens plötzlichem Ableben im Jahr 2013 übernahm ihre langjährige Wegbegleiterin, Maren Kröger, die Theaterarbeit und führte diese weitere 3 Jahre bis Mitte 2016, als sie aus Altersgründen die von Kirsten gegründete KM Kulturmanagement gGmbH liquidierte. Im Juni 2016 übernahm der ehrenamtlich geführte gemeinnützige Verein "Kleines Theater Bargteheide e.V." die Theaterarbeit sowie die Verantwortung für das gesamte Gebäude in einer Treuhand-Funktion für die Stadt Bargteheide.

Das Kino wird seit dem Jahr 2005 von den Filmtheaterbetrieben Hans-Peter Jansen betrieben. Es trägt nun den Namen "Cinema Paradiso". Das Kino-Programm wurde nahezu jedes Jahr vom Kulturministerium des Landes Schleswig-Holstein und sogar vom Bundesministerium ausgezeichnet.

Das FoyerRestaurant ging ebenfalls 2005 in neue Hände: Hier übernahm der Gastronom Baki Abazi und ließ das Restaurant unter dem Namen "Papillon" komplett umbauen und neu gestalten. Auch in diesem Jahr 2017 gestaltet Baki sein Restaurant um, so dass nicht nur das Haus von außen in neuem Glanz erstrahlt, sondern auch das Restaurant und Foyer sich neu präsentieren.