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"Arsen und Spitzenhäubchen" Berliner Kriminaltheater

Kriminalkomödie von Joseph Kesselring

(c) Herbert Schulze

(c) Herbert Schulze

(c) Herbert Schulze

Das Berliner Kriminaltheater zeigt:

Arsen und Spitzenhäubchen
Kriminalkomödie von Joseph Kesselring

Familie ist die Hölle. Provinz ist die Hölle. Joseph Kesselrings Arsen und Spitzenhäubchen handelt von einer Familie in der Provinz.
Zur Personage gehören u.a. die beiden reizenden alten Damen Abby und Martha Brewster, ihr seelisch leicht desorientierter Neffe Teddy, der frustrierte Theaterkritiker Mortimer, zwei Berufsmörder, ein spätes Mädchen, ein Dorfpfarrer und alle sind sie irgendwie miteinander verwandt oder verschwägert.
Die Handlung dieses Klassikers des Schwarzen Humors besteht im Wesentlichen darin, dass eine Menge Leute versucht, eine Menge Leichen durch ein Haus zu manövrieren, ohne es einander merken zu lassen.
Das Arsen macht dem Zuschauer dabei keine Angst, es sind die Spitzenhäubchen, die ihn amüsiert das Fürchten lehren. Denn das Gruselige sind nicht die Mordtaten, sondern die entsetzliche Normalität und Biederkeit der Täter(innen), der Horror der kleinbürgerlichen Überschaubarkeit und dessen, was dahinter lauert.
Nichts kann angsteinflößender sein als ein gepflegter Vorgarten. Nichts verbirgt mehr als eine reinliche Fassade. Und nichts ist komischer als eine klassische Komödie mit allem, was dazugehört:
Leichen im Keller, Leichen in der Truhe, viele offene und verschlossene Türen und Bodenklappen. Treppen, Stiegen und Winkel.

 

 

 

 

 

Besetzung:

Abby Brewster                     

Martha Brewster

Teddy Brewster

Mortimer Brewster

Jonathan Brewster

Dr. Einstein

Elaine Harper

Dr. Harper, Mr. Gibbs, O´Hara,
Mr. Witherspoon

Brophy

Leutnant Rooney   

Vera Müller / Jutta Schröder

Anette Felber

Klaus Rätsch / Dejan Brkic

André Zimmermann / Matti Wien

Wolfram von Stauffenberg / Matti Wien

Wesselin Georgiew

Gundula Piepenbring / Maria Jany

Gert Melzer

Mattis Nolte / Alexander Altomirianos / Dejan Brkic / Peter Dulke

Silvio Hildebrandt / Alexander Altomirianos

Inszenierung: Wolfgang RumpfAusstattung: Manfred Bitterlich

Mehr Informationen: www.kriminaltheater.de

 

 

JOSEPH KESSELRING - AUTOR

Kurz nach der Premiere von „Arsen und Spitzenhäubchen“ überschlugen sich die amerikanischen Zeitungen mit Berichten über das Stück und den Autor. Doch Joseph Kesselring war nie besonders mitteilsam, was sein Privatleben betraf. Das absurdeste Gerücht: Kesselring existiere gar nicht, sondern sei von den Produzenten Lindsay und Crouse erfunden worden. Kesselring reagierte empört: „Ich habe immer in dem Glauben gelebt – auch in Zeiten von Hunger und Not – dass ich eines Tages einen Hit schreiben würde. Und das habe ich auch getan. Ich habe den Hit geschrieben und erhielt dafür einen Beutel voll Gold und nicht enden wollende Beleidigungen. „‘Arsen‘ ist in all seinen Teilen, was den Text betrifft, meine Schöpfung. Alles, was das Stück ausmacht – z. B. seine Situationskomik – ist meine Idee. Das Stück wurde von mir als das geschrieben, was es ist: erstens eine zum Schreien abstruse Farce, zweitens eine Satire, die mit spitzen Fingern auf die angeblichen Helden des New Deal zeigt, auf die Polizei, auf die Theaterkritiker…“

Kesselring wurde am 21. Juni 1902 in New York geboren. Mit sieben Jahren sang er im Kirchenchor und wollte Opernsänger werden, jedoch der Stimmbruch unterbrach seine Gesangskarriere. Mit 15 wollte er freiwillig in den Kriegsdienst treten, jedoch sein Untergewicht verhinderte auch diese Karriere. Er arbeitete dann als Tischler in einer Flugzeugfabrik in Buffalo, erhielt dann eine Anstellung als Englischlehrer im Bethel College in Newton / Kansas und verdiente daraufhin sein Geld als Sprecherzieher, Musiklehrer und Leiter einer Amateurtheatergruppe in Lake Placid. Mit Mitte zwanzig wurde er in der Chicago Company für die Produktion „Gentlemen Prefer Blonds“ engagiert. Zwei Jahre tingelte er als Musicaldarsteller und Produzent eines Tournee-Theaters durch Amerika. Weil er von keinem Produzenten in New York engagiert wurde, schrieb er verärgert eine Kurzgeschichte, in der er alle Produzenten als Monster auftreten ließ. Dieser unverhoffte Erfolg ermutigte Kesselring weitere Kurzgeschichten für Literaturmagazine und Groschenheftchen zu schreiben. Seine Lieblingsprojekte waren Horrorgeschichten mit ausgefallenen Charakteren.

„Arsen und Spitzenhäubchen“ war sein viertes Theaterstück. Die Idee dazu kam ihm angeblich, als er nachts im Bett überlegte, was das Unvorstellbarste sei, das seine Großmutter tun könne. Als die Grundidee geboren war, schrieb er das Stück binnen 19 Tagen und schickte es an die von ihm bewunderte Schauspielerin Dorothy Stickney, deren Mann, der Broadway-Produzent Howard Lindsay, Gefallen an dem Stück fand und auch seinen Partner Russel Crouse dafür begeistern konnte. Am 10. Januar 1941 kam „Arsen und Spitzenhäubchen“ am Fulton Theatre in New York heraus. Das Stück um zwei alte Damen, die unter Zuhilfenahme von Arsen, Strychnin und einer Prise Zyankali ältere Herren von ihrem einsamen Leben erlösen, war sofort ein voller Erfolg.

Bis zum 17. Juni 1944 lief das Stück 1444 Mal am Broadway in der Premierenbesetzung mit Boris Karloff. In den USA und Großbritannien spielte es über 4 Millionen $ ein, und Hollywood kaufte die Filmrechte für 175.000 $. Die Verfilmung von Frank Capra mit Cary Grant in der Hauptrolle machte „Arsen und Spitzenhäubchen“ weltweit bekannt. Kesselring schrieb zehn weitere Bühnenwerke, die meisten wurden jedoch nicht aufgeführt, und wenn, ernteten sie herbe Verrisse. Keines seiner Stücke konnte jemals auch nur annähernd an den Erfolg von „Arsen und Spitzenhäubchen“ anknüpfen. Joseph Kesselring starb am 5. November 1967 in Kingston / New York. Seine Frau stiftete zum Andenken an ihren Mann einen Preis für junge Dramatiker. Dieser Joseph Kesselring Prize wird seit 1980 jährlich vom National Arts Club in New York verliehen.

 

Berliner Kriminaltheater "Arsen und Spitzenhäubchen"

Montag, 28.10.2019, 20 Uhr

Eintritt
VVK 27 Euro, VVK ermäßigt 25 Euro
AK 29 Euro, VVK ermäßigt 27 Euro

Kartenvorverkauf:
Onlineticketverkauf - siehe Seitenanfang!
Alle Vorverkaufstellen: Kauf vor Ort
Per Email: ticket@kleines-theater-bargteheide.de
Per Telefon: 04532-5440